Sehenswürdigkeiten Seattle

Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle Fotos Seattle

Seattle ist ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt geworden, den größten Teil der Gäste stellen aber immer noch Amerikaner aus anderen Teilen des Landes. Im um Wettbewerbe nicht armen Nord-Amerika gewinnt Seattle in den letzten Jahren immer häufiger den Titel „beliebtester Wohnort“ oder „lebenswerteste Stadt“. Die reizvolle Mischung aus moderner Metropole mit gläsernen Büro- und Hoteltürmen, bodenständiger Provinzialität und der Lage zwischen Meer, Seen und unverdorbener Bergwelt machen die junge Stadt zu einem interessanten Ziel.

Durch die Vielzahl an großen Firmen, die in oder bei der Stadt ihren Hauptsitz haben (wie Microsoft, Amazon, Starbucks, T-Mobile USA), ist das Einkommensniveau vergleichsweise hoch, ebenso das Preisgefüge. Die Stadt kümmert sich um die Hilfsbedürftigen und Obdachlosen, lässt ihnen aber auch die Freiheit, beispielsweise im Sommer draußen zu schlafen.

Pike Place Market

Ein Stadtspaziergang startet am besten am Pike Place Market oberhalb der Piers. Der bekannteste und älteste "Farmers Market" des Westens lockt mit 300 kleinen Läden und Verkaufsständen von frischem Obst, Gemüse, Blumen und aller Arten von Meeresgetier. Die fliegenden Fische sind eine der Attraktionen: Die Verkäufer von "Sol Amon´s Pure Food Fish" beispielsweise werfen sich die frischen Kabeljaus, Rotbarben oder Lachse über den gesamten Stand zu und das will geübt sein, Fisch ist glitschig. Manchmal landet auch ein Hering im Ausschnitt einer Touristin - Zufall?(pikeplacemarket.org)
Gegenüber bilden sich oft lange Schlangen vor dem Starbucks, schließlich wurde am Markt der erste Coffee-Shop der inzwischen weltweit bekannten Marke eröffnet. Der jetzige Laden ist zwar nicht das Original, wo 1971 der erste Kaffee verkauft wurde, das ändert aber nichts an der Attraktivität für viele Touristen.

Die Piers

Vom Markt aus kann man mit einem Aufzug runterfahren an den Alaskan Way, dort liegen die Piers von Seattle. An warmen Sommertagen ist der Abschnitt zwischen Pier 54 und 59 nur mit viel Gelassenheit zu bewältigen, dort ist das Treiben am lebhaftesten. Viele Restaurants, Souvenirläden und Fischräuchereien ziehen die Besucher an, zudem fahren hier die Ausflugsboote ab und an Pier 67 legen die Kreuzfahrtschiffe an. Das Seattle Aquarium lohnt einen Besuch wegen seiner Unterwasserwelten. Ein Glastunnel führt durch Fischschwärme, die normalerweise ein tropisches Korallenriff bewohnen. Aber auch die Vertreter der im Puget Sound heimischen Tierwelt sind von Auge zu Auge zu besichtigen, hier kommt beispielsweise der Seehase (lumpsucker) vor, aus dessen Rogen "Deutscher Kaviar" gemacht wird (seattleaquarium.org). 

Das Riesenrad am Pier 57

42 Gondeln hat das Riesenrad von Seattle, eine davon sogar mit Glasboden. Möglichkeiten, Seattle von oben zu betrachten, gibt es zwar schon mehrere, aber diese neue trägt zur weiteren Belebung der Piers bei. Lange Schlangen vor dem Besteigen lassen sich vermeiden, wenn man sein Ticket online kauft und tunlichst das Wochenende lieber woanders verbringt. Das Rad dreht sich auch abends, jeden Tag bis 22 Uhr, an Wochenenden sogar bis Mitternacht.

http://seattlegreatwheel.com/

Pioneer Square

Auf dem Alaskan Way bis zur 6. Street sind Busfahrten umsonst, so kommt man schnell zum Yesler Way, unweit des Fährehafens. Hier sind die Ursprünge von Seattle, am Pioneer Square stehen die ältesten Häuser, wie z.B. das Pioneer Building von 1892. Vorher gab's nur Holzhäuser, aber nach dem großen Brand 1889 wurde aus rotem Backstein und 10 m über dem Meeresspiegel gebaut. Interessant ist es, in den Untergrund der Stadt zu gehen. Bill Speidel's Underground Tour führt in die Katakomben, gespickt mit vielen Anekdoten (undergroundtour.com).

Zum Einkaufen lohnt sich die Grand Central Arcade (214 1st Ave), und auf der Main im Globe Building lockt die Elliott Bay Book Company mit rd. 150.000 Büchern und einem Bistro-Cafe  (elliottbaybook.com). Hinter dem Gebäude liegt der Occidental Park, ein von Bäumen umstandener Platz mit Totem-Pfählen und dem Denkmal für die Feuerwehrleute des Brandes von 1889. Allerdings ist er auch ein beliebter Aufenthaltsort für viele Obdachlose. Ideal für eine kleine Pause ist der Waterfall Garden zwischen S Washington und S Main Street auf der 2nd Ave, zur Lunch-Zeit bringen viele Angestellte der benachbarten Büros und Läden ihre Sandwiches mit und essen in der kleinen Arkade am Fuß des mehrstufigen künstlichen Wasserfalls. Bei Interesse an der Stadtgeschichte ist ein Besuch des Klondike Gold Rush National Historic Park und Museums empfehlenswert (nps.gov/klse, Eintritt frei).

Chinatown oder International District

Einen Abstecher lohnt den Berg hinauf nach Chinatown. Früher wurde dieser Stadtteil südöstlich von Pioneer Square zwar nach den chinesischen Einwanderern benannt, aber der Zuzug von Immigranten aus Vietnam, Korea, Japan und den Philippinnen ließ die Stadtverwaltung den neuen Namen "International District" erfinden. Das Wing Luke Asian Museum (wingluke.org) verschafft einen guten Überblick über die Geschichte der Einwanderer, oft dargestellt an individuellen Biographien und Fotos. Nach einer der Partnerstädte von Seattle benannt, ist der Kobe Terrace Park eine Oase der Ruhe (221 6th Ave S.), am schönsten im Frühling bei der Kirschbaumblüte. Anstatt viele kleine Läden abzugehen, lohnt sich der Besuch des Uwajimaya Supermarktes (uwajimaya.com, tgl 9-22 Uhr). Er ist Treffpunkt für die hier lebenden Menschen und neben den asiatischen Lebensmitteln gibt es Souvenirs für jeden Geschmack.

Smith Tower Aussichtsbalkon

Im Smith Tower an der 2nd Avenue befindet sich im 35. Stock ein Aussichtsraum, der von einem schmalen Balkon umgeben ist. Die Fahrt dort hinauf legt man in den ältesten noch erhaltenen Fahrstühlen der Westküste zurück, die Fahrstuhlführer erzählen gern etwas über das Haus, das lange Zeit das höchste Gebäude westlich der Rockies war. (smithtower.com). 

Bank of America Aussichtsterrasse

Wer noch höher hinaus will, sollte zur 5th Ave weitergehen, dort steht das höchste und gleichzeitig schmalste Gebäude der Stadt, der Bank of America Tower mit 76 Etagen (295 m) und auf der 73. eine Aussichtsterrasse, von der aus man auf die Space Needle herabblicken kann.

5th Avenue, Westlake Center und Lake Union

Zwischen der 2nd und der 7th Ave liegt der Business Distrikt von Seattle. Dort finden sich die modernen Glaspaläste, die die Skyline der Stadt prägen. Ein elfstöckiges gläsernes Unikat ist die neue Stadtbibliothek zwischen 4. und 5. Avenue, viele Computerarbeitsplätze stehen in den lichtdurchfluteten Bibliotheksräumen zur Verfügung und im Leseraum im 10. Stock befinden sich bequeme Sessel zum ausruhen (spl.org). Große Einkaufszentrum sind auf 5th Ave zu finden und an der Kreuzung Pine Street ist das Westlake Center mit der Monorail Station, die Magnetbahn fährt direkt zur Space Needle.

Vom Bahnhof am Westlake Center geht auch der Lake Union Trolley ab und fährt bis zum South Lake Union Park. Fast 13 km lang ist der um 1900 gebaute Lake Washington Ship Canal, der die Innenstadt von den nördlichen Stadtteilen abtrennt und die Elliott Bay mit dem im Osten liegenden Lake Washington verbindet. Eine Ausbuchtung dieses Kanals ist der Lake Union, berühmt für seine Hausbootsiedlung am östlichen Ufer. (Im Film „Schlaflos in Seattle“ wohnt Tom Hanks mit seinem Sohn dort)

Seattle Center

Das Seattle Center, eine rd. 300.000 qm große Parkanlage mit Museen, Restaurants, der Oper, 3 Theatern und dem Pacific Science Center ist einen Besuch wert. Die meisten der großen Feste und Events finden im Center statt, z.B. auch Bumbershoot im September (http://bumbershoot.org/)  oder das Internationale Kinder-Festival im Mai (seattlecenter.com). Die Weltausstellung von 1962 bescherte der Stadt den Park und ihr Wahrzeichen, die Space Needle. Der schlanke Turm ist 184 m hoch und bietet vom Deck in 158 m Höhe einen phantastischen Blick bis hin zum Mt. Rainier.

In einem von Frank Gehry entworfenen, sehr futuristisch anmutenden  Gebäude befinden sich das Experience Music Project (EMP) und das Science Fiction Museum and the Hall of Fame.  Auch als Rockmuseum wird das EMP bezeichnet und bietet interessante, oft interaktive Informationen und Einblicke zur Entwicklung moderner Musik und ihrer Künstler. Jimi Hendrix ist hier mit einer Sammlung seiner Gitarren verewigt, schließlich ist er ein Sohn der Stadt (www.empmuseum.org/index.asp). Vielleicht eine etwas kleinere Zielgruppe spricht das Science Fiction Museum an, in dem die Autoren und Regisseure der SiFi-Welt geehrt werden (www.empmuseum.org/index.asp).

Belltown und Capitol Hill

Belltown

Belltown macht seit einigen Jahren eine Entwicklung zur bevorzugten Wohnlage für junge Besserverdiener durch, viele der alten Backsteingebäude werden restauriert, zahlreiche Neubauten füllen die Lücken, die früher oft als Parkplätze genutzt wurden. Besonders in sind die drei Blocks auf der 2nd Ave zwischen Lenora und Battery Street, in den kleinen Galerien dort sind mitunter gute Arbeiten junger einheimischer Künstler zu finden. In Belltown war der Plattenverlag Sub Pop Records zu Hause, das führende Label für die Grunge - Musik in den 1980ern; Bands wie Green River, Mudhoney, Soundgarden und Nirwana haben Grunge berühmt gemacht.

Capitol Hill

Als besonders lebendig und liberal gilt dieser Stadtteil zwischen der Interstate 5 und dem Lake Washington und erfreut sich regen Zuzugs. Zudem ist er die Hochburg der homosexuellen Szene von Seattle. Im Juni ist die jährliche Gay Parade auf Broadway ein beliebtes Fest (seattlepride.org). Zu Ehren des legendären Musikers Jimi Hendrix steht an der Ecke Broadway und Pike Street eine Bronzestatue des Künstlers. Der Broadway lohnt einen Bummel wegen seiner zahlreichen Geschäfte, Boutiquen und nicht zu übersehen, Coffeeshops.

Boing - Gestern und Heute

Die Boing-Werke

Nachdem Seattle vom Goldrausch am Klondike River profiert hatte, brachte Boing die Stadt  zu neuer wirtschaftlicher Blüte, die ersten Montagehallen befanden sich im Süden. Nicht von ungefähr ist das größte aller Museen von Seattle das Museum of Flight, etwa 20 Minuten Autofahrt südlich von der Innenstadt. In der Roten Scheune (red barn) war die erste Montagehalle von Boing, nun sind dort und auf dem fast 5 ha großen Museums-Campus Flugzeuge wie z.B. Jagdbomber aus den beiden Weltkriegen oder die British Airways Concorde ausgestellt, insgesamt umfasst die Sammlung 150 Maschinen (museumofflight.org).

Everett/Mukilteo
Obwohl Everett rd 50 km nördlich von Seattle liegt, haben die Sightseeing-Anbieter die Tour zu den dort befindlichen Boing - Werken im Angebot. Für Flugzeugfans verspricht die Besichtigung des Geländes interessante Einsichten. Das Future of Flight Aviation Center hat eine 26.000 qm große Galerie mit Ausstellungen, einem Flugsimulator und viele Computer, an denen die Besucher ihr eigenes Flugzeug konstruieren können. Die Besichtigungstour des Geländes erfolgt mit dem Bus, allein die größte Fertigungshalle von Boing bedeckt eine Fläche von 39 ha und misst einen Umfang von 4 km. In dieser Halle werden die Jets 747, 767, 777 und 787 montiert, ein Film im großen Kinosaal zeigt die Abläufe. Naturgemäß ist der Besucherandrang zwischen Juli und September am größten, besonders die Wochenenden sollten dann vermieden werden. Es ist nicht erlaubt, dort zu fotografieren oder zu filmen (futureofflight.org).