Von Portland nach Salem
Willamette Valley
Von der umweltfreundlichen Brückenstadt Portland aus führt die Rundtour zunächst nach Süden, zur traditionsbewussten Hauptstadt Salem. Den Weg dorthin kann man rasch auf der Interstate 5 zurücklegen oder westlich der Autobahn die Weinbaugebiete des Willamette Valley besichtigen. Am besten besorgt man sich eine Übersichtskarte im Visitor Center schon in Portland oder in Newberg (chehalemvalley.org). Es gibt sechs größere Anbauregionen auf einem Gebiet von 241 km Länge und 96 km Breite bis nach Eugene und da sie nicht nebeneinander liegen wie im Napa Valley in Kalifornien, ist eine Auswahl nach Karte ratsam. Pinot Noir und Pinot Gris sind die beiden wichtigsten Rebsorten, aber auch Merlot, Syrah, Riesling und Müller-Thurgau werden seit den 1970er Jahren mit Erfolg angebaut (oregonwine.org, willamettewines.com).
Salem
Von Salem nach Bend
Cascade Range
Von Salem führt der Hwy US 22 über die Berge der Cascade Range nach Bend, einer prosperierenden Kleinstadt am Rand der Halbwüste des Columbia Plateaus. Die Fahrt dorthin ist landschaftlich reizvoll und ziemlich menschenleer, nur wenige kleinste Orte säumen die Strecke. Kurz vor Bend liegt Sisters am Hwy 20. Die kleine Westernstadt ist eine Art lebendiges Museum mit gut restaurierten Holzhäusern aus dem frühen 19. Jh. Einige Guest-Ranches und kleinere Hotels mit Cabins haben dazu beigetragen, dass der Ort vom Tourismus leben kann. Von hier aus lassen sich gut Ausflüge in den Deschutes National Forest mit den vielen Seen westlich des Mt. Bachelor oder der Three Sisters unternehmen. Mitte Juni findet das jährliche Rodeo in Sisters statt, (sistersrodeo.com) und Anfang September ein Folkfestival nicht nur mit amerikanischen, sondern auch kanadischen und australischen Künstlern (sistersfolkfestival.com).
Bend
Die mittelgroße Stadt entwickelt sich immer mehr zum wirtschaftlichen Mittelpunkt von Central Oregon, es lohnt sich dort einzukaufen und ein wenig zu relaxen im Drake Park am Deschutes River. In jüngster Zeit haben sich eine ganze Reihe von Galerien und Kunstgewerbeläden etabliert, die vorwiegend moderne Kunst aus Oregon präsentieren (bendgalleries.com). Ein besonderer Spaß ist ein Picknick auf dem Hausberg der Stadt, dem Pilot Butte östlich vom die Stadt durchziehenden US 97 (oder Bend Parkway). Er ist zwar nur 150 m hoch, aber die schmale Zugangsstraße windet sich spiralförmig um den Berg und muss mit ambitionierten Joggern und Hundebesitzern geteilt werden. Da Bend ansonsten sehr flach ist, bietet der Vulkan eine wunderbare Rundumsicht weit in die Cascades und das östliche Oregon. Außer ein paar Bänken gibt es dort allerdings nichts (visitbend.com).
Zum John Day Fossil Beds National Monument
In die Cowboystadt Pendleton
Vorbei an verlassenen Geisterstädten geht es weiter nach Norden, nach Pendleton (pendleton-oregon.org). Geprägt von einer aufregenden Vergangenheit als wilde Minen- und Cowboystadt, gibt es hier im September ein großes Rodeo und unter den Straßen Tunnels mit ehemaligen Bordellen und Bars. Um sich Cowboy/girl-gerecht einzukleiden, ist Pendleton genau die richtige Adresse. Fotos der Rodeo-Wettbewerbe, Pokale und sogar ein ausgestopftes Pferd sind in der Hall of Fame zu bewundern. Die andere Seite des Wilden Westens ist in Pendleton ebenso zu erleben, die Stadt rühmt sich, einst die Hochburg des Vergnügens im östlichen Oregon gewesen zu sein. Dazu gehörten mal 32 Bars, 18 Bordelle und diverse Spielhöllen ebenso wie das Gefängnis oder die chinesische Wäscherei, in Pendleton befanden sich die meisten dieser Einrichtungen unter der Erde. Ursprünglich waren die Tunnel als Verbindungen der diversen Geschäfte angelegt worden, aber während der Prohibition waren sie ganz vorzüglich geeignet, Vergnügungen aller Art möglichst unbeobachtet nachgehen zu können. Mit einer Stadtführung Pendleton Underground lernt man diese Stätten höchst unterhaltsam kennen(pendletonundergroundtours.org – nur März bis Oktober).
Am Columbia River entlang nach Portland
Maryhill Museum
The Dalles
Die Kleinstadt The Dalles ist nicht sonderlich attraktiv, bietet aber mit vielen Malls Einkaufsmöglichkeiten. Seit der Internetkonzern Google 2007 sein Datenzentrum eröffnet hat, boomt die Stadt. Lohnend ist ein Besuch des Columbia Gorge Discovery Center, wo die Geschichte der langen Schlucht ebenso kenntnisreich dokumentiert ist wie die des Oregon Trail, der sich in dieser Gegend aufteilte. Die Ausstellungen umfassen von den vulkanischen Erschütterungen der Region über das Leben und die Kultur der Native Americans bis hin zur modernen Erschließung durch die Staudämme alles Interessante, so dass sich hier leicht ein halber Tag verbringen lässt (gorgediscovery.org).


