Sehenswürdigkeiten in Eugene

Das Visitor Center ist in der Olive Street Nr 754, unweit der großen Downtown Mall. Jede Menge Broschüren zur Stadt, der Umgebung, den Weinbaugebieten sowie zu Hiking- und Biking-Wegen sind hier zu finden (visitlanecounty.org).
 
Man kann Eugene gut zu Fuß erkunden, die Innenstadt zwischen 5. und 10. Avenue sowie High Street ist nicht sehr groß. Es gibt auch einen öffentlichen Nahverkehr mit Bussen, mit denen man zu den etwas außerhalb gelegenen Einkaufszentren und in die Nachbarstadt Springfield gelangt, Tagespässe kosten 3,50 $ (ltd.org). 
 
Die meisten amerikanischen Hotelketten haben Häuser am Franklin Boulevard etwas außerhalb von downtown.
 
Eugene ist inzwischen die zweitgrößte Stadt von Oregon, ca. 147.000 Menschen leben dort. In der Nachbarstadt Springfield sind es nochmal 50.000, die Grenzen sind fließend. Von einer hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Handel mit Obst und Gemüse lebenden Stadt hat sich Eugene mit seiner liberalen Universität zu einer Hochburg für alternatives Leben entwickelt. In den 1960er Jahren war Eugene attraktiv für viele Hippies aus Kalifornien und anderen Landesteilen, hier wurden Wohngemeinschaften ausprobiert und Anti-Vietnam-Demos legten den Verkehr lahm. Der Schriftsteller Ken Kesey (Einer flog über das Kuckucksnest) studierte in Eugene, starb dort auch und heute sitzt eine Bronze des immer noch verehrten Künstlers an der Broadway Plaza downtown.
 
Die alternative Kultur und Atmosphäre von Eugene lässt sich leicht ausmachen: hier gibt es jede Menge Bioläden, als Kooperativen betriebene Geschäfte und umweltpolitische Initiativen. Man fährt viel Fahrrad, die meisten Straßen sind baumbestanden, auch der Universitäts-Campus liegt in einem lauschigen Parkgelände.
 

University of Oregon

Einen Spaziergang durch die Stadt sollte man an der Universität beginnen. Die ältesten der roten Backsteingebäude stammen noch aus der Gründungszeit um 1870. Zu einer Campus-Tour sollte auch ein Bummel über den Pioneer Friedhof gehören, unter den Grabstelen sind viele Gefallene des Bürgerkriegs begraben. Das Museum of Natural History ist einem traditionellen Langhaus der Nordwestküsten-Indianer nachempfunden, hier lassen sich Fossilien und kulturelle Gegenstände der Ureinwohner bestaunen. Ebenfalls staunen kann man in der größten Bibliothek des Bundesstaates. Über 1.85 Mio Exponate weist die Philip Knight Library auf, die übrigens nach dem Mitgründer und langjährigen CEO von Nike benannt ist. Er sponserte seine Alma Mater mit üppigen Spenden, so dass die Bibliothek von 1937 mit modernstem Standard ausgebaut werden konnte (libweb.uoregon.edu/knight).

Downtown

Vom Visitor Center aus ist der Saturday Market an der E 8th Avenue/Ecke Oak Street  leicht zu erreichen. Jeden Samstag zwischen April und Anfang November wird dort nicht nur Essbares und Kunsthandwerk geboten, sondern Straßenkünstler und Musikanten liefern Unterhaltung beim Shoppen. Zum probieren kulinarischer Traditionen aus Afghanistan, Thailand, Indien, Frankreich, Mexico, Japan, England oder Italien ist der Markt übrigens ganz ausgezeichnet geeignet (eugenesaturdaymarket.org). Jeden Tag kann man im Public Market an der 5th Avenue einkaufen gehen, auch hier gibt es in den kleinen Geschäften und Ständen vorwiegend lokale Produkte sowohl zum kochen, essen und Dekoratives für's Haus oder den Körper. Cafes und Bistros sind in der ehemaligen Futterfabrik auch vorhanden, so dass sich hier eine gemütliche Pause anbietet (5stmarket.com).
Ein historisches Kleinod ist das Shelton-McMurphey-Johnson House, auch „Castle on the Hill" genannt . 1888 wurde das Gebäude im damals üblichen Queen Anne Stil erbaut, mit vielen Erkern, Giebeln und Balkonen ist es heute ein Museum mit Möbeln seiner früheren Bewohner. Da es auch für Parties und andere Veranstaltungen gemietet werden kann, ist vor einem Besuch ein Blick in die website smjhouse.org sinnvoll.

Skinner Butte Park

Etwas oberhalb von Downtown liegt der Park, der nach dem Namensgeber von Eugene benannt ist. Nach einem Holzfäller – Eugene Skinner – der die erste Blockhütte 1846 baute, wurde die rasch wachsende Stadt benannt. Allerdings geht das Gerücht, dass der Ort zunächst als „Skinners Mudhole" (Schlammloch) bekannt war. Von dort hat man einen guten Überblick über die Stadt und kann dann hinunter an den Willamette River gehen. Ein Spazierweg führt am Wasser entlang zum Owen Rose Garden westlich von der Interstate 105, eine Oase der Ruhe mit mehr als 400 verschiedenen Rosensorten.
 

Tipps: Kulturell ist im Sommer einiges los in der Stadt:

17 Tage im Juni/Juli stehen im Zeichen des Bach Festivals. Johann Sebastian Bach's Kompositionen und seine Einflüsse auf andere Komponisten sind seit 1970 Schwerpunkt dieses Festivals (oregonbachfestival.com).
Ende Juli schließt sich das Oregon Festival of American Music an. Ein bunter Überblick zu Folk, Jazz und und älteren Musikbewegungen wird vom John G. Shedd Institute veranstaltet (ofam.org).
Und im August ist die Lane County Fair das Highlight des Sommers. Sechs Tage dauert der Veranstaltungsreigen mit Konzerten, Shows, Wettbewerben und jeder Menge Verkaufsständen.

Einkaufen

Neben der Eugene Downtown Mall zwischen Olive und Charnelton Street ist das Valley River Center am Valley River Way die größte Shopping Mall der Stadt, mit 120 Geschäften, darunter Macy's, Coupeland Sports und einem abwechslungsreichen Food-Court (valleyrivercenter.com).
Eugene, Oregon, USA
Eugene, Oregon, USA

Eugene Skyline, Oregon, USA

Ken Kensey Memorial, Eugene, Oregon, USA

Saturday Market in Eugene, Oregon, USA

Shelton McMurphy Johnson House, Eugene, Oregon, USA