Tour im Großraum Los Angeles

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Ungezählte Filme haben Los Angeles und der umliegenden Region schon Denkmäler gesetzt; wer kennt nicht den berühmten Hollywood-Schriftzug in den Hollywood Hills und wer hat nicht schon Schnappschüsse von Film- und Musikstars am Rodeo Drive gesehen. Kaum eine Stadt ist dem Besucher schon so vertraut durch Fernseh- und Filmbilder, aber wie ist sie wirklich? Der Kamerablick gibt nur einen Ausschnitt wieder, der Regisseur lenkt den Betrachter in die gewünschte Richtung und auch die Fotos in Magazinen, Bildbänden, Reiseführern und websites zielen auf Werbung.

Es bleibt eine Herausforderung für jeden Touristen hinter die vielfältigen Facetten dieser Stadtlandschaft mit ihren Häuserschluchten, Parks, Stränden, Bergen und endlosen Straßen zu blicken und eine eigene Perspektive zu entdecken.

Biltmore Hotel und Public Library

Unterhalb des quirligen Pershing Square kann man parken und dann durch das alt ehrwürdige Biltmore Hotel gehen. In dieser opulent gestalteten, vollständig getäfelten Lobby wurden schon einige Kinofilme gedreht (milleniumhotels.com). Aus vielen Stilelementen besteht die Stadtbibliothek, der strahlend weiße Komplex unter einem Dach mit Pyramidenturm ist die drittgrößte öffentliche Bibliothek in den USA. Im Inneren werden Besucher in der Rotunde staunen, sie ist mit Wandgemälden zur Stadtgeschichte bestückt (lapl.org/, tgl. offen).

Walt Disney Concert Hall

Das World Trade Center ist zur Zeit der höchste Wolkenkratzer von LA. Weiter Richtung Broadway liegt das Wells Fargo History Museum mit einer Ausstellung zu den Anfangszeiten der berühmten Bank, die den Wilden Westen "finanziert" hat (www.wellsfargohistory.com/), der Eingang ist 333 S. Grand Avenue). Quer gegenüber befindet sich das renommierte Museum of Contemporary Art, das sich auf zeitgenössische amerikanische und europäische Kunst konzentriert (moca.org). Nur wenige Schritte davon entfernt leuchten die metallisch schimmernden Wandteile der Walt Disney Concert Hall. Frank Gehry, der mehrfach preisgekrönte Architekt des Gebäudes, hat es bei der Eröffnung 2003 als eine sich öffnende Rose bezeichnet. Jedenfalls ist die Hall ein spektakulärer Anblick, je nach Sonnenstand in anderen Farben. Ein Konzertbesuch lohnt sich, die Akustik ist fantastisch ( für Führungen musiccenter.org/visit/Exploring-the-Center/Tours/).

Angels Flight und Grand Central Market

An der California Plaza mit Wasserbecken und Springbrunnen kann man die kleine Standseilbahn Angels Flight besteigen und sich den steilen Abstieg von Bunker Hill zum Broadway sparen. Allerdings ist man nie allein, das Bähnchen ist unter Touristen bekannt. Zwischen Broadway und Hill Street darf geschlemmt werden, der Grand Central Market hat neben frischer Ware auch jede Menge Imbiss-Stände, an denen frische Burritos und köstliche Tortillas zum Naschen verführen (grandcentralsquare.com, jeden Tag offen).

City Hall

Schon von weitem erkennt man das 27 Stockwerke hohe Rathaus an seinem quadratischen Art-Deco-Turm. Bis 1958 war es wegen der Erdbebengefahr in Los Angeles verboten, Gebäude höher als 13 Stockwerke zu errichten. Um die City Hall bauen zu können, bedurfte es deshalb einer besonderen Genehmigung. Für die TV-Serie Superman spielte die City Hall in den 1950er Jahren die Rolle der Zeitungsredaktion, in der der Held arbeitete. Auch das Innere des Rathauses ist sehenswert, die Eingangshalle erinnert von der Größe und vom Aussehen her an eine Kathedrale.  Am interessantesten ist aber das Observation Deck auf obersten Stockwerk, von der Plattform aus - vor allem bei klarem und smogfreien Wetter - hat man einen wunderbaren Blick über die Megastadt und die umliegenden Gebirge. Der Eintritt auf die Aussichtsplattform ist kostenlos und von Montag bis Freitag von 9 - 16 Uhr zugänglich. 

Union Station und El Pueblo

Auch wenn man dort nicht mit der Metro ankommt, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick ins Innere dieses Bahnhofs von 1939. Der Mix aus spiegelnden Marmorböden, Wandmalereien und Innenhöfen mit Gärten erinnert daran, dass früher einmal Kinostars mit dem Zug eintrafen. Inzwischen ist der untere Teil komplett renoviert und in ein supermodernes Drehkreuz der Metro Trail Red Line und der Eisenbahn (Amtrak und Metrolink) verwandelt worden. (mehr Informationen hier)

Auf der anderen Seite der Alameda Street befindet sich der "Geburtsort" der Stadt, das Pueblo de Los Angeles. Am Platz mit Denkmälern des ehemaligen kalifornischen Gouverneurs Felipe de Neve und des spanischen Königs Carlos III. beginnt die Olvera Street, ein ebenso kulinarischer wie kunstgewerblicher Straßenzug im Stil von Old Mexico. Drumherum liegt ziemlich buntes Touristenviertel, in dem es lebhaft und unterhaltsam zugeht. Bauchladenverkäufer und Stehgeiger sorgen ebenso wie Tänzerinnen und kleine Kapellen für Spaß und Unterhaltung in den Straßen. (El pueblo)

Auf dem Sunset Boulevard nach Hollywood

Der Sunset Boulevard führt bis ans Meer bei Castellamare neben Santa Monica, aber in Hollywood an der Ecke Vine Street sollte man nach rechts abbiegen auf den Hollywood Blvd. Hier startete die Traumfabrik ihren Ruhm, denn 1914 drehte Cecile B. DeMille den ersten Film, "The Squaw Man". Mit dem Walk of Fame legte man zu beiden Seiten der Straße aus Granitsternen einen Star-Galerie an, die bis zur Ecke la Brea Avenue reicht (Walk of Fame). Viele kennen es aus dem Fernsehen, wenn die Oscars im Februar verliehen werden und die Stars den roten Teppich entlang promenieren: das Kodak Theatre bietet  seit 2001 den angemessenen Rahmen für die berühmteste Trophäe der Filmindustrie (6801 Hollywood Blvd., im Hollywood & Highland Center, kodaktheatre.com).

Auch dort darf man sie nicht anfassen, aber immerhin ganz aus der Nähe bewundern, die Hollywoodstars bei Madame Tussauds (madametussauds.com/hollywood). Brad Pitt und Angelina Jolie nicht im Kreise ihrer Kinder und Robert Redford mit etwas weniger Falten, natürlich auch Barrack Obama und Michael Jackson. Dessen Statue wurde gerade 2 Tage vor seinem plötzlichen Tod aufgestellt. Seit dem 1. August 2009 macht Madame Tussauds dem benachbarten Hollywood Wax Museum Konkurrenz, dort werden seit 30 Jahren die Promis aus Film, Sport und Politik verewigt (hollywoodwaxmuseum.com/hollywood).

Universal Studios

Über den Hollywood Freeway gelangt man am besten zu den Universal Studios nördlich von Hollywood. Um die ursprünglichen Filmhallen herum ist ein Vergnügungspark entstanden, der zum größten Teil aus Filmkulissen besteht und wo man leicht einen ganzen Tag mit 3D-Shows oder mit schaurigen Begegnungen in den Urwäldern von Jurassic Park verbringen kann. Immer wieder trifft man auch Schauspieler in Kostümen wie Shrek oder Charlie Chaplin oder kann atemberaubende Stunts in Hochhauskulissen beobachten. Am spannendsten sind die virtuellen Effekte wie beispielsweise ein Erdbeben bei der Studio-Tour mit Bussen.(universalstudioshollywood.com)

Nicht ganz so spektakulär, dafür etwas informativer sind die geführten Touren durch die Sony Pictures Studios in Culver City. Evtl. eine Alternative zu Universals, wenn man auf dem Weg nach Santa Monica ist. Dort werden auch Filme, Soaps und Shows fürs Fernsehen produziert, deshalb dürfen Besucher nicht auf eigene Faust herumlaufen. (sonypicturesstudiostours.com) Die Sony Studios haben Blockbuster wie Da Vinci Code, Casino Royale oder Men in Black produziert. 

Beverly Hills

Hier gibt es keine Reklametafeln oder Fast-Food-Ketten: der Wohnort der Reichen und Schönen am Fuß der Santa Monica Mountains ist elitär und will es auch bleiben. Besonders teuer sind die Geschäfte am Rodeo Drive, hier sind alle großen Modemarken vertreten und jeder hofft doch irgendwie, dass Julia Roberts oder Reese Witherspoon mal eben aus der Tür von Gucci kommen. Viele Villen in den großen Gärten sind von hohen Mauern oder Hecken umgeben und durch Kameras gesichert, freie Blicke auf das Leben der Wohlhabenden oder Promis sind eher Mangelware. (Rodeo Drive)

Westwood / Brentwood und das Getty Center

Eine der zentralen Straßenverbindungen von Downtown nach Santa Monica ist neben Hollywood Boulevard und Sunset Strip der Wilshire Boulevard. An der ca. 26 km langen Strecke lässt sich das moderne Los Angeles mit all seinen Facetten und Widersprüchlichkeiten ablesen. Koreatown und Beverly Hills, größere Gegensätze lassen sich kaum finden. 

Freunde prähistorischer Funde sollten einen kurzen Stop am La Brea Tar Pitts machen (5801 Wilshire Blvd.), dort hat sich vor zehntausenden von Jahren ein Teerteich gebildet, in dem jede Menge Lebewesen umgekommen sind. Eine Vielfalt prähistorischer Tiere und Pflanzen sind dort schon gefunden worden, zur Illustration steht sehr amerikanisch nun eine Mastodon-Familie lebensecht  im Teich.    

Getty Center

Kurz hinter dem Santa Monica Freeway beginnt das Örtchen Westwood mit der University of California und einem Friedhof, der mit seinen Berühmtheiten den in Hollywood deutlich in den Schatten stellt (z.B. Burt Lancaster, James Coburn, Dean Martin, Marilyn Monroe). Aber das eigentliche Highlight ist das Getty Center auf einem Hügel am Sepulveda Pass oberhalb des San Diego Freeway in Brentwood. Wie eine Festung wirken die fünf Gebäude des berühmten Kunstmuseums, in dem die von Jean Paul Getty (1892-1976) gesammelten Kunstwerke wie Möbel, Schmuck, Bücher sowie Bilder und Skulpturen ausgestellt sind.  Die vom Ölmilliardär Getty gut ausgestattete Stiftung erlaubt Besuchern kostenlosen Eintritt, nur Parkgebühr muss bezahlt werden. Atemberaubend bei schönem Wetter ist der Blick von der Terrasse auf das entfernt liegende Los Angeles (getty.edu).