Rodeo und Cowboys

Wild buckelnde Pferde und Bullen, Cowboys mit ihren Lassos beim Kälbereinfangen und Kutscher auf schwerfälligen Planwagen beim Rennen der Küchenwagen - Szenen, die in Amerika jeder kennt. Viele junge Leute aus den Viehzuchtregionen der USA und Kanadas  wetteifern inzwischen darum, Bester in einer von sechs (mitunter sieben) Disziplinen beim Rodeo zu sein und riskieren dabei oft Kopf und Kragen.

Pendleton Round-Up, Oregon, USARund 700 Veranstaltungen organisiert der Verband der professionellen Rodeo-Reiter (PRCA) jährlich in den USA, eine Sportart, die auch in Westeuropa Anhänger findet. Die großen Rodeos im Westen der USA ziehen Tausende von Besuchern an, die Wettbewerbe sind ein Millionengeschäft mit Stars unter den Cowboys geworden. Sogar Colleges und High-Schools veranstalten Rodeos, überall wo die Tradition des Wilden Westens noch lebendig ist, finden sich Liebhaber dieses rauen Sports. Die buckelnden Pferde (broncos) für das "Bareback" oder das "Saddle Bronc Riding" (siehe Regeln) sind übrigens keine Wildtiere, sondern eigens für diesen Sport gezüchtet und trainiert. Broncos leben außerhalb der Rodeo-Zeit frei auf großen Weiden und gehören nach Meinung von Pferdekennern zu den glücklicheren ihrer Art.

Die Hochburgen dieses wilden Sports liegen in Texas, Colorado, Arizona und Wyoming, dort finden die meisten Events statt. Aber auch zahlreiche Orte in Washington, Oregon, Kalifornien und British Columbia haben Sportarenen und sind Gastgeber der Ausscheidungskämpfe.  

Vielleicht weckt der Kitzel beim Zuschauen eines Rodeos Lust auf einen Ranchurlaub. Viele Farmen im Westen haben sich auf Gäste eingestellt und die breite Angebotspalette reicht dabei von geschichtsträchtigen alten Gebäuden bis hin zu modern ausgestatteten Unterkünften. Eine aktivere Variante ist ein Aufenthalt auf einer Working Ranch, wo es erwünscht ist, den Cowboys bei der täg­lichen Arbeit unter die Arme zu greifen. Hier mehr Infos zu Ranchurlaub: