Der nationalen Park Behoerde (National Park Service) unterstehen in Kalifornien immerhin 26 Gebiete, allerdings sind davon "nur" acht echte Nationalparks, die anderen sind "Landmarks" und historische Orte, die ebenfalls geschützt werden und das Augenmerk der Reisenden auf die jeweilige Besonderheit lenken. Als der neueste Nationalpark wurde Pinnacles im Januar 2013 als Schutzgebiet ausgewiesen, vorher war ein kleinerer Teil ein National Monument. Die website nps.gov/state/ca/index.htm?program=parks zeigt alle nationalen Schutzgebiete im Sonnenstaat auf, zum Einstieg nachfolgend einige Empfehlungen besonders sehenswerter Nationalparks. 

Yosemite National Park Kalifornien

Zentrum des Parks ist das Yosemite Village im gleichnamigen Valley, dort sollte man das Fahrzeug am Visitor Center stehen lassen und eine Rundfahrt mit den kostenlosen Shuttlebuses unternehmen. Für Übernachtungen im Park ist die Reservierungszentrale yosemitepark.com, die acht Resorts werden von dort verwaltet, rechtzeitige Reservierungen sind empfehlenswert. Auf keinen Fall versäumen sollte man einen Abstecher zum Glacier Point, von dort überwältigt die Aussicht aus Vogelperspektive auf das Tal und die umgebenden Berge. Im Mariposa Grove finden sich uralte Riesenbäume, der Methusalem unter ihnen ist Grizzly Giant mit ca. 2 000 Jahren. 

Death Valley National Park Kalifornien

Für die Fahrt in den Death Valley Nationalpark braucht man unbedingt ein Auto mit einer guten Klimaanlage, in dieser Region wird es tagsüber leicht über 45°C heiß. Von Westen kommend auf dem Highway 190 gelangt man zum Stovepipe Wells Village, einen der wenigen Orte zum Übernachten. Am Furnace Creek befindet sich das Besucherzentrum und von dort ist es nicht weit bis zum Zabriskie Point, dem schönsten Aussichtspunkt im Nationalpark. In langen Serpentinen steigt der Hwy 190 an der Westflanke des Death Valley hinauf, vorbei an den Stovepipe Dünen und dann hinunter ins Owens Tal. Den tiefsten Punkt des Kontinents im Badwater Becken sollte man nicht verpassen, 85,5 m unter Null liegt die Salzwüste, ein Schild markiert die Stelle. 

Joshua Tree NP Felsformationen

Vorbei an trockenen Berghängen voller Windrotoren führt der Hwy 62 hinauf in die High Desert, die Hochlandregionen der Mojave-Wüste. Dort liegt der Joshua Tree National Park, im Ort Joshua Tree befindet sich der Westeingang. Auf über 900 m gelegen, gehört dieser Teil zum interessanteren des Parks, hier wachsen die Joshua-Bäume (Agaven, die bis zu 15 m hoch werden können) bis zu ihrer imposanten Höhe. Manche sind schon fast 1000 Jahre alt. Die eigenartigen Formationen der abgerundeten Granitblöcke sind ein weiteres Kennzeichen des National Parks, sie werden gern von Freeclimbern bestiegen. Von Joshua Tree bis zum nächsten größeren Ort Lucerne Valley führt der Hwy 247 durch die bergige Landschaft der Bullion Mountains.

Redwood Empire Kalifornien

In Crescent City im Norden des Sonnenstaats befindet sich eines der Visitor Center des Redwood Empire, dem Redwood National Park und den drei State Parks mit den ältesten Bäumen der Welt. Das enorm hohe Alter der Bäume (bis zu 3.200 Jahre) wird u.a. auf ihre Resistenz gegenüber Schädlingen zurückgeführt. Das rötliche Holz der Riesen-Sequoien und der Küsten-Zedern stößt Insekten ab; deshalb gibt es auch nicht viele Vögel in diesen Wäldern, es herrscht eine eigentümliche, geradezu feierliche Stille. Ein halber Tag Zeit ist empfehlenswert, um mindestens den Newton B. Drury Scenic Parkway im Prairie Greek Redwoods State Park zu fahren, den Big Tree zu besichtigen und eine Weile unter den Giganten spazieren zu gehen.

Lassen Vulcanic National Park Kalifornien

Es brodelt und dampft immer noch in diesem Gebiet im Nordosten in der Nähe von Redding, blubbernde Schlammlöcher, kochende Pools und tiefe Felsspalten zeigen, dass der Vulkan Lassen Peak noch nicht erloschen ist. 1914 war der letzte große Ausbruch. Nicht weit entfernt vom Lake Helen befindet sich der Einstieg zum Lassen Peak Trail, der Aufstieg zum 3.187 m hohen Vulkan ist allerdings steil und nicht für Ungeübte geeignet. Die Parkstrasse führt in einem grossen Bogen um den Reading Peak bis hin zum Summit Lake mit zwei Campingplätzen.

Channel Islands National Park

Nur per Boot oder Flugzeug gelangt man zu den fünf Inseln unweit von Los Angeles, die seit 1980 als National Park ausgewiesen sind. Von Ventura und von Santa Barbara aus werden sie angefahren, dort befinden sich auch die Visitor Center. In dieser Inselwelt halten sich Wale, Delphine, Tümmler und jede Menge Seelöwen auf, letztere sind ganzjährig zu beobachten. Campen ist auf jeder Insel erlaubt.