Victorias Umgebung

Sobald der quirlige Raum Victoria verlassen wird, nimmt die Zahl der Pkws deutlich ab und man kann sich etwas ungestörter der Natur widmen. Um die berühmten Butchart Gardens nördlich von Victoria zu besuchen, sollte ein extra Tag einkalkuliert werden. Die Gärten sind großzügig angelegt, ihre Blumenpracht atemberaubend, es wäre schade, diese wundervoll gepflegte Parklandschaft nicht ausführlich zu genießen. (www.butchartgardens.com)

Der Elk/Beaver Lake Regional Park westlich vom Hwy 17 ist ein abwechslungsreiches Ausflugsgebiet mit Wanderwegen und den beiden Seen zum Baden.

Indianer und Totempfähle

Auf dem vierspurigen Hwy 1 gelangt man schnell zur Passhöhe Malahat Ridge. Eine Parkbucht gibt Gelegenheit, den wunderbaren Ausblick von 350 m auf das Saanich Inlet zu erleben. Cowichan Bay liegt etwas abseits vom Hwy an der gleichnamigen Bucht. Das Cowichan Valley ist Heimat eines Stammes der Salish-Küstenindianer, die hier schon seit Jahrhunderten leben. Der kleine Fischerort hat einige auf Stelzen gebaute Häuser, man kann einheimisches Kunsthandwerk kaufen, es gibt ein paar kleinere Restaurants und Hotels.

Wieder auf dem Hwy, wird nach kurzer Zeit Duncan, die Stadt der Totempfähle erreicht. Mehr als 40 Exemplare sind im Stadtgebiet aufgestellt. Einen Besuch lohnt das Native Heritage Center des Cowichan-Stamms, es vermittelt einen breiten Überblick zu Volkstum und Legenden, Kunst und Kunsthandwerk der Westküsten-Indianer. (www.quwutsun.ca)

Am Stadtrand von Duncan, an der Eissporthalle ist eine weitere Besonderheit zu bestaunen. Der weltgrößte Hockey-Schläger ist dort an der Fassade angebracht, mit 62 m Länge und einem Gewicht von 28 t hat er es ins Guiness-Book der Rekorde geschafft. Ursprünglich zierte der Schläger den Eingang zur Expo 1986 in Vancouver.

Auf der Nebenstrasse 1 A ist Chemainus erreichbar, das Dorf der inzwischen 36 Wandgemälde. Themen wie die Geschichte der Besiedlung der Region, die Holzfällerarbeiten oder indianische Charakterköpfe zieren die Aussenfassaden vieler Häuser. Diese Freiluftgalerie zieht Scharen von Touristen an, die zahlreichen "Giftshops" und pittoresken Souvenierläden sind heute die Arbeitplätze der ehemaligen Holzfäller und Sägewerkarbeiter.

Sandstrände und Skigebiet

Bei Lantzville bzw. Parksville ändert sich die Landschaft, lange Sandstrände säumen nun die Küste, in dieser Gegend ist Baden angesagt und im August kann man in Parksville die neuesten Ideen der Sandburgenbauer bewundern (Open Sand Sculping Competition parksvillebeachfest.ca).

Von Parksville aus geht der Hwy 4 Richtung Ucluelet ab, diese Straße führt dann weiter nach Tofino. Beide Fischerdörfer haben sich zu beliebten Reisezielen für den Sommerurlaub entwickelt, so dass die rechtzeitige Reservierung für ein Hotelbett empfohlen wird. (www.tourismtofino.com)

Ca. 30 km nördlich von Parksville gibt es die ungewöhnlichsten Baumhäuser Kanadas zu entdecken. Die Kugeln schwingen sanft im Wind, der durch die Zedern und Fichten streicht. Erbauer Tom Chudleigh wollte eine Möglichkeit schaffen, den Wald zu bewohnen, ohne ihn zu zerstören. Das ist ihm voll und ganz gelungen; seine Holzkugeln (spheres) können gemietet werden, Bett, Bad und Blick in den Nachthimmel im spektakulärsten Baumhaushotel sind unter freespiritspheres.com buchbar.

Wiederum anders stellt sich weiter nördlich das Comox Valley vor, umgeben von meist schneebedeckten Bergketten im Westen (höchster Berg Golden Hindle 2.200 und der Mt Washington 1.600 m mit Ski- und Wandergebiet) ist es ein wunderbares Feriengebiet für alle Arten von Outdoor-Aktivitäten.
Die Kleinstadt Courtenay bietet sich mit kleinen Hotels und B&Bs als Standort an. Direkt angrenzend Richtung Westen liegt der Strathcona Provincial Park, den man von Campbell River auf dem Hwy 28 durchfahren kann (env.gov.bc.ca/bcparks/index.html). 

Von Campbell River nach Port Hardy

Im Juli platzt Campbell River aus allen Nähten, wenn sich Sportfischer zum Salmon Festival treffen (crsalmonfestival.com). Nun beginnt wirklich die Einsamkeit: nur noch vereinzelt gibt es Häuser und Rastplätze, die Gegend ist von Wald bedeckt. Hier begegnet man vielen Trucks mit Holz, man sieht Neuanpflanzungen und kahle Stellen, es wird intensiv bewirtschaftet. Im Fischer- und Holzfällerdorf Port Hardy endet der Highway, aber auf einer Forststraße gelangt man zum ca. 60 km entfernten Cape Scott Provincial Park, einem 222 qkm großen, wirklich wilden Naturschutzgebiet an der windumtosten Nordspitze der Insel (env.gov.bc.ca/bcparks/index.html).

Inside Passage nach Prince Rupert

Von Port Hardy fährt BC Ferries in 15 Stunden durch die Inside Passage nach Prince Rupert, eine wunderschöne Strecke, die mit dem Auto (2 Erw. + Pkw) ab 460 $ kostet. Von dort sind es auf dem Hwy 16 ca. 1.500 km bis nach Vancouver

Vancouver Island, BC, kanada
Vancouver Island, BC, kanada