Highlights Downtown Vancouver

Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada Fotos aus Vancouver, BC, Kanada

Auch bei einem kurzen Aufenthalt lohnt es sich, ein Ticket für eine Sightseeing-Tour mit einem der "Hop on - Hopp off" Busse zu erwerben, es ist 24 Stunden gültig. Dann kann man bequem an den vielen Stationen aussteigen und beispielsweise länger im Stanley Park oder am Coal Harbour spazieren gehen. Eine Ausstellung in der Vancouver Art Gallery zu besuchen oder zum Outlook auf der Spitze des Harbour Centres zu fahren, um den gigantischen Blick über die Stadt zu genießen, käme dann ebenfalls infrage.

Robson Square und Vancouver Art Gallery

Robson Square

Auf dem Vorplatz und den Treppen der Vancouver Art Gallery tummeln sich an warmen Tagen jede Menge Menschen. Nicht nur Touristen legen hier eine Verschnaufpause ein, auch Angestellte aus den vielen Bürogebäuden der Umgebung genießen das Flair und den Trubel rund um diesen zentralen Bereich der Stadt am Robson Square. Die VAG präsentiert pro Jahr 2 - 3 Ausstellungen mit Exponaten aus anderen Museen und ungefähr 10 mit eigenen Beständen. Die Sammlungen umfassen Werke von Emily Carr und der "Gruppe der Sieben", die bekanntesten Künstler West Kanadas sowie moderne Avantgarde. Schwerpunkte der 1931 gegründeten Galerie sind zudem Photo-Konzeptualismus und Landschaftsmalerei aus BC (vanartgallery.bc.ca).
 

Fairmont Hotel Vancouver und Christ Church Cathedral

Um die Ecke von der VAG liegt das berühmte Fairmont Hotel, zumindest die Lobby lohnt einen Besuch wegen ihrer Größe und der marmornen Böden (fairmont.com/hotelvancouver). An der Kreuzung Georgia und Burrard Street befindet sich eine alte Kirche, die Christ Church Cathedral von 1888. Bemerkenswert darin sind die bemalten Glasfenster und die Deckenkonstruktion aus dunklem Holz im „Tudor Style“ (cathedral.vancouver.bc.ca/).

Waterfront und Gastown

Canada Place

Der deutschstämmige Architekt Ed Zeidler hat das Gebäude Canada Place mit der wie weiße Segel wirkenden Dachkonstruktion 1986 für die Expo gebaut. Hier legen im Sommer die riesigen Kreuzfahrtschiffe an, das Gebäude beherbergt ein IMAX Kino und das Pan Pacific Hotel. Der Platz davor trägt den gleichen Namen, er ist am Nationalfeiertag (Canada Day) am 1. Juli Tribüne und Festplatz für die Feierlichkeiten. Nur einen Block entfernt, gegenüber vom Waterfront Bahnhof, befindet sich das Harbour Centre mit einem 167 m hohen Aussichtsturm. (vancouverlookout.com, Restaurant topofvancouver.com). Der Blick von oben lohnt sich; man kann auch mehrfach hochfahren, das Ticket gilt den ganzen Tag.
 

Gastown

Die aus roten Ziegeln erbauten Häuser sind ebenso typisch für diesen ältesten Stadtteil wie das Kopfsteinpflaster, die alten Straßenlaternen und die berühmte Dampfuhr (Steam Clock) an Water Street. Sie sieht zwar alt aus, wurde aber erst 1977 gebaut und ist die einzige weltweit.
Am Maple Street Square befand sich der Globe Saloon von "Gassy" Jack Deighton, um den herum sich die erste Siedlung entwickelte. Hier finden sich Souveniershops, Bars, Galerien und schicke Boutiquen in den zum Teil entkernten alten Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen.

Chinatown

Vancouvers Chinatown ist das älteste seiner Art in Kanada. Bereits um 1855 lebten hier die ersten Einwanderer aus dem Reich der Mitte, um 1880 kamen dann mehr Chinesen, die beim Bau der Eisenbahn mitgearbeitet hatten. Eigentlich ist das Zentrum der Stadt Richmond im Süden von Vancouver heute "Chinatown", aber die malerische Vielfalt in den Straßenzügen zwischen Pender, Carrall und Gore Street, und der Eingang durch das Millenium Tor auf der Taylor Street vermitteln einen Eindruck vom früheren Dasein in der Großstadt. Dabei wirkt es aber nicht wie museal oder nur für die Touristen hergerichtet, sondern wie ein lebendiger Teil des Alltags.  Vormittags wird für das Mittag- oder Abendessen eingekauft, in der Apotheke aus dem Europäer unbekannten Kräutern Medizin zusammengestellt und die Restaurants werden überwiegend von asiatisch aussehenden Menschen frequentiert.
Inmitten des quirligen Treibens an den bunten und exotischen Lebensmittelgeschäften befindet sich eine Oase der Ruhe, der 1986 eröffnete Dr Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden & Park. Ein Teil davon ist kostenlos zugänglich, für den einer Anlage aus der Ming-Zeit nachgebauten Teil mit Gebäuden bezahlt man Eintritt. (vancouverchinesegarden.com)

Südliche Robson Street

BC Stadium und Terry Fox Denkmal

Das neue BC Stadium ist das größte seiner Art im Westen Kanadas. Zu den Olympischen Spielen 2010 runderneuert, bietet es rd. 60.000 Sitzplätze, dort finden auch Messen, Konzerte und andere Großveranstaltungen statt. (bcplacestadium.com) Unmittelbar vor dem Stadium an Robson Street erinnert ein neues Denkmal an Terry Fox. In vier Skulpturen ist der junge Mann dort von Douglas Coupland verewigt worden. Mit seinem Marathonlauf durch Kanada sammelte der krebskranke Terry Fox Millionen Dollar für die Krebsforschung, er gilt seit seinem Tod 1981 als einer der kanadischen Helden des 20. Jh. 
 

Vancouver Library

Nur wenige Schritte die Robson Street bergauf ist der dem Colosseum ähnliche Bau der städtischen Bibliothek nicht zu übersehen. Im überdachten Innenhof des Gebäudes finden sich einige kleine Bistros, ein geeigneter Ort für eine Pause bei der Stadterkundung. Die siebenstöckige Bibliothek wurde 1995 eröffnet und umfasst rd. 1.3 Mio Bücher, Zeitschriften, Medien. Darunter im Erdgeschoß auch eine kleine Abteilung mit deutschen Büchern, die aus dem aufgelösten Goethe-Institut übernommen wurden (vpl.vancouver.bc.ca).

Yaletown und Science World

Yaletown

Besonders hip und up to date präsentieren sich die vielen Boutiquen, Bars und Restaurants in Homer-, Hamilton- und Mainlandstreet, dem Herzen von Yaletown. Sehen und gesehen werden ist hier angesagt, im Sommer sitzt man draußen. Kein Wunder, in dem begehrten Stadtteil steigen die Immobilienpreise stetig. Damit sich selbst DINKS (Double income, no kids) die Apartments noch leisten können, werden diese immer kleiner. Und damit das traditionelle Sofa als wesentlicher Bestandteil kanadischer Wohnkultur noch in die Wohnung passt, wurde eigens das "Yaletown - Sofa" entwickelt. Ursprünglich war Yaletown Heimat für Hersteller von Textilien, die roten Backsteingebäude sind Zeugen dieser Zeit. Seit den 1980er Jahren wurden die vielen Hochhäuser am False Creek gebaut und haben dem Stadtteil einen völlig neuen Charakter gegeben.
 

Science World

Am Ende des False Creek leuchtet die weithin sichtbare, silberne Kugel der Science World, in der das interaktive Wissenschaftsmuseum untergebracht ist. Zu Fuß kommt man auf dem Seawalk dorthin, schneller geht’s mit einem der Wasser-Taxis oder Aqua-Busse. In dem 15 Stockwerke hohen Gebäude befindet sich auch ein Omnimax Theater mit einer gigantischen gewölbten Leinwand für atemberaubende 3D-Filmvorführungen. Die wechselnden Ausstellungen sind durchweg zum Anfassen und Mitmachen konzipiert, ein Paradies für Kinder ist beispielsweise der Gang durch das Innere einer Kamera oder das Innere eines Biberbaus. Die Edelstahlkugel gehörte 1986 zu den Besonderheiten der Expo, sie war das Zentrum der Weltausstellung (scienceworld.ca). Im Park neben dem Gebäude gibt es ein großes Spektakel anlässlich des jährlichen Dragon-Boat-Race im Juni.  Der Seawalk rund um False Creek ist ein schöner Spazierweg bis nach Granville Island und führt vorbei am Olympischen Dorf.

Granville Island

Mit dem Wasser-Taxi oder Aqua Bus gelangt man schnell über den False Creek nach Granville Island, einem Publikumsmagnet der besonderen Art. Eigentlich ist diese kleine Halbinsel im False Creek eine Welt für sich. Ursprünglich nur aus zwei Sandbänken bestehend, die den hier heimischen Squamisch Indianern als Basis zum Fischen im Winter diente, wurde 1916 das Gelände aufgeschüttet, damit Fabriken gebaut werden konnten. Übriggeblieben ist davon nur noch die Zementfabrik, alles andere hat sich im Rahmen von mehreren Sanierungsprogrammen in Märkte, Boutiquen, Restaurants, Theater und viele kleinere Kunsthandwerksbetriebe verwandelt. Zudem sind Bootsverleiher, Bootsbauer und einige Anbieter von Ausflugsschiffen hier zu finden.
 
Der Granville Public Market lädt zum längeren Verweilen ein, wenn es auch im Sommer manchmal ziemlich eng wird. Aber die Auswahl an frischem Obst, Gemüse und allen Arten von Fisch und Meeresfrüchten sucht ihres gleichen. Im überschaubaren "Food-court" (Ansammlung kleinerer Imbisse) kann man sich ein Frühstück oder Mittagessen holen und auf dem Deck draußen verzehren. Nur vor den Möwen und Tauben sollte man Respekt haben, sie holen sich das Essen gern direkt von den Tellern. (granvilleisland.com)
Von Granville Island kann man gut zu Fuß weiter am Wasser entlang zum Vanier Park wandern, oder wieder mit einer kleinen Fähre übersetzen zum Sunset Beach, unweit der Burrard Bridge.

English Bay mit Sunset Beach und Vanier Park

Der Sunset Beach Park ist inzwischen zum Dorado der Jogger, Skater, Radfahrer und Sonnenanbeter geworden. Aber das Leben hat nicht nur Sonnenseiten. Vancouver hat einen Ruf als tolerante Stadt für Homosexuelle aufgebaut, Heiraten unter Gleichgeschlechtlichen ist erlaubt, mit "gay friendly" wird für die Stadt geworben. Die Kehrseite der Medaille ist, dass unter ihnen immer noch die meisten Opfer von Aids zu finden sind und so ist eine 2005 errichtete Skulptur dem Andenken der Toten dieser Krankheit gewidmet.
 
Folgt man der Promenade Richtung Nordwesten, stößt man unweigerlich auf die sechs Meter hohe Statue des Inukshuk. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Figur der Inuit, die "Willkommen" oder "jemand war hier" signalisiert und in früheren Zeiten als Wegmarke benutzt wurde. Diese Figur war 1986 Teil des Pavillons der Northwest Territories auf der Expo. Für die Winterolympiade 2010 hat Vancouver den Inukshuk als offizielles Emblem eingesetzt, um damit "Hoffnung, Freundschaft und Gastfreundschaft" zum Ausdruck zu bringen.
 
Immer am Wasser entlang, führt die Promenade bis zum Stanley Park, den man auch zu Fuß umrunden kann. Das dauert allerdings mindestens drei Stunden, deshalb ist es empfehlenswert, die Denman Street entlang zu bummeln und sich für den Ausflug in den großen Stadtpark an der Ecke Georgia Street ein Fahrrad zu leihen.
 

Celebration of Lights

An drei Abenden Ende Juli und Anfang August (2015: 25. und 29. Juli und 1. August) versammeln sich zehntausende Fans am Strand des Sunset Beach, um ein Spektakel der besonderen Art zu verfolgen. Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr startet jeweils ein gigantisches Feuerwerk, gespeist von einem Ponton-Schiff in der Mitte der English Bay. Die teilnehmenden Nationen sind China, Brasilien und Kanada. Sie wetteifern wie in jedem Jahr um die Gunst des Publikums, mit Musik wird die Farbenpracht untermalt. Für gute Plätze in den ersten "Reihen" ist rechtzeitiges Erscheinen ratsam, mit Picknick-Korb und Lesestoff oder Spielen vertreiben sich die Wartenden die Zeit.
 
 

Vanier Park mit Maritime und Vancouver Museum und dem Space Centre

Im Mai steht der Park auf der gegenüberliegenden Seite Kindern zur Verfügung, dann findet dort das International Children's Festival statt, ein mehrtägiges Happening mit Musik, Geschichten erzählen, Zirkus und Theater (childrensfestival.ca). Im Sommer steht dort das Zelt der "Bard on the Beach" Truppe, von Juni bis September wird Theater frei nach Shakespeare gespielt (bardonthebeach.org.).

Feste Einrichtungen im Vanier Park sind am Nordrand das Maritime Museum zur Seefahrtsgeschichte der Westküste, dazu gehört auch der Heritage Harbour mit dem restaurierten Schoner St. Roch. Das Vancouver Museum bildet zusammen mit dem H.R.MacMillan Space Centre einen Komplex unter einem weißen Dach, das dem typischen Hut der Küsten-Indianer nachgebildet ist. Von prähistorischen Zeiten bis heute spannt sich der Bogen der Ausstellungen im Museum zu Vancouver's Geschichte (museumofvancouver.ca). Im Space Centre mit Planetarium gibt's simulierte Reisen ins Weltall und Lasershows mit Rockmusik (spacecentre.ca).

Stanley Park mit dem Vancouver Aquarium

Gleichzeitig mit der Stadtgründung 1886 legte die Verwaltung fest, dass 400 ha Wald an der nordwestlichen Spitze der Halbinsel ein Park sein sollten, eine Entscheidung, über die die heutigen Bewohner immer noch glücklich sind. Mit diesem größten "Stadtpark" Nordamerikas ist ein Stück des ursprünglichen Regenwaldes erhalten geblieben, Zedern, Hemlocktannen und Arbutus sind typische Vertreter dafür. Aber nicht nur Baumliebhaber kommen hier auf ihre Kosten: mehre Sandstrände, ein idyllischer See in der Mitte, eine 8,8 km lange Promenade am Meer entlang und unzählige Wanderwege für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, viele Themengärten, die Totem-Pfähle, Sportplätze (Tennis, Golf, Cricket, Rasen Bowling) und gute Restaurants machen diesen Park zu einem unvergleichlichen Anziehungsort. Als ein ungewöhnlich heftiger Wintersturm Dezember 2006 den Aussichtspunkt Prospect Point beinahe kahl rasierte und den Wald in ein Durcheinander von umgestürzten Baumriesen verwandelte, war Stanley Park und seine Restauration für Monate das Dauerthema in der Stadt. Der Park ist immer geöffnet und kann auch mit dem Auto befahren werden. Gemütlicher sind die Kutschfahrten, die vom Information Centre abgehen. (In der Nähe der östlichen Einfahrt von Georgia Street aus, vancouver.ca/PARKS/parks/stanley/).
Im Park befindet sich das 1956 eröffnete Aquarium, das größte Kanadas. Das Gelände umfasst 9.000 qm und ist berühmt für seine weißen Beluga Wale, im Juni 2009 wurde erneut ein Baby geboren. Leider ist der Nachwuchs kurz nach dem ersten Geburtstag gestorben.  Nach und nach werden Bereiche des Aquariums  restauriert, das so genannte "Face-Lifting" wird sich noch bis 2020 hinziehen, es können manchmal Bereiche gesperrt sein. (845 Avison Way, vanaqua.org).

Westend und der Coal Harbour

Mit der Georgia Street beginnt der Stadtteil Westend. Von dort in Richtung Canada Place  schließt sich ein neues Wohn- und Business-Viertel von Vancouver an. Direkt davor lag früher der Kohle Hafen (Coal Harbour), der heute einen großen Yachthafen sowie die Anlegeplätze vieler Ausflugschiffe umfasst. Auch der Flughafen für die Wasserflugzeuge nach Victoria oder Nanaimo auf Vancouver Island befindet sich dort. Eine großzügig angelegte Promenade (seawalk) an diesem Hafengebiet lädt zum Spaziergang ein. Das Westin Bayshore Hotel war 1960 das erste höhere Gebäude in diesem Bereich, die jetzt die Skyline bildenden Hochhäuser sind alle erst in den letzten Jahren entstanden und haben mit dazu beigetragen, dass Vancouver den Beinamen „City of Glass“ trägt.