Hier arbeiten echte Menschen - IT Firmen im Silicon Valley

Silicon Valley – Besichtigung der IT Giganten

Vielleicht hat es ja mit einer gewissen Ehrfurcht vor dem schnellen und gewaltigen Erfolg zu tun: die Entwicklung von der ʺGarageʺ zu einem riesigen Bürokomplex in wenigen Jahren, das macht den Weltfirmen Apple, Google, Yahoo und Facebook so schnell keiner nach. Reisende aus aller Welt machen sich auf zu den Hauptverwaltungen der berühmtesten Firmen im Silicon Valley und wundern sich, dass man bei Apple oder Facebook nicht einfach in die abgeschotteten Bürokomplexe hineinspazieren darf. Nur mit Ausweis, lautet die strenge Ansage der Pförtner und den bekommt ein Tourist nun mal nicht. Bei Google gibt es kein Besucher-Center, die in Mountain View angesiedelte Hauptverwaltung ist ein auf zahllose Gebäude verteilte Anlage, großzügig mit Straßen verbunden. Eine heißt sogar Google. Damit nicht jedes Mal ein Auto aus der Garage geholt werden muss, wenn doch mal  eine persönliche Begegnung unter Mitarbeitern nötig ist, stehen überall auf dem Gelände bunte Fahrräder herum. Touristen sollten aber lieber die Finger davon lassen, Sicherheitsleute sind in großer Zahl unterwegs. Apple in Cupertino hat die Zufahrt zum Firmen-Campus ausbauen bauen lassen, der Besucherparkplatz ist direkt gegenüber vom Apple-Store angelegt. Der einzige Store, in dem es auch T-Shirts, Tassen und andere Werbeträger zu kaufen gibt und bezahlt wird hier natürlich mit IPad. Eine neue Verwaltung ist nicht weit entfernt im Bau, das kreisrunde Gebäude nach einem Entwurf von Norman Foster soll 2016 bezogen werden.

Ganz besonders abgeschottet wirkt Facebook, nur das Firmenlogo an der Straßenkreuzung verrät, dass hier am Rand von Palo Alto der Social Media Gigant quasi eine eigene Stadt aufgebaut hat. Die Bürogebäude sind um einen Innenhof angelegt, der wie ein kleines gemütliches downtown Palo Alto aussehen soll, hinein gelangt man als Tourist allerdings nicht. Aber den Souvenir-Shop kann man aufsuchen und sich ein T-Shirt kaufen, auf dem steht, dass man wie Mark Zuckerberg aussehen möchte! Nur Yahoo lässt Besucher auch mal allein durch das Gelände streifen, wenigstens so lange, bis irgendjemandem auffällt, dass die Person keinen Ausweis `gut sichtbar` an der Kleidung trägt. Aber der Campus aus einzelnstehenden Gebäuden ist offen wie bei Google, allerdings nicht so groß, in Sunnyvale arbeiten nur knapp 4.000 Menschen.

Neuer National Park in den USA - in Kalifornien

Der neueste National Park der USA – in Kalifornien

Schon im Januar hat Präsident Obama die Urkunde zur Eröffnung eines neuen National Park unterzeichnet. Übrigens der erste seit 10 Jahren, der der langen Liste von National Parks in den USA hinzugefügt wurde. Pinnacles NP liegt in Kalifornien, südöstlich von Salinas. Am besten zu erreichen über den Hwy 101 von Soledad aus. Das Gebiet, entstanden durch einen uralten erloschenen Vulkan und zahlreiche Erdbeben, ist mit seinen bizarren Felsformationen und Höhlen aus Vulkangestein zwar schon seit 1908 ein National Monument, umfasste bisher aber nur eine Region von ca. 2.000 acres. Nun, als National Park sind 26.000 acres unter Schutz gestellt.

Kletterern ist diese Region schon seit längerem vertraut, aber nun – nachdem es auch auf der website der National Parks zu finden ist, dürfte sich die Zahl der Besucher – besonders im Frühjahr zur Blütezeit – sicherlich erhöhen.

Die Camping- und RV-Plätze sind allerdings nur auf der Ostseite eingerichtet, zu erreichen vom Hwy 101, Abfahrt San Juan Bautista (Hwy 156) und dann weiter auf dem Hwy 25, Abfahrt Hwy 146 in den Park.

www.nps.gov/pinn. 

Filmstadt Vancouver

Sogar den nationalen Nachrichten von CBC war das eine Reportage wert: Vancouver wird zunehmend von Werbefilmern für Automarken als Kulisse genutzt. In der Regel sind die Orte und Landschaften nicht auf Anhieb identifizierbar, aber die Skyline von Vancouver oder die Lions Gate Bridge werden inzwischen ganz gezielt in den Spots eingesetzt. Und was macht Vancouver so interessant: das Nebeneinander von Ozean, Großstadt mit Hochhäusern und schneebedeckten Bergen ist doch ziemlich einzigartig. Zudem, Sonntagmorgens um 5 Uhr ist es noch nicht so schwierig, die Lions Gate oder die Burrard Bridge über False Creek für den Verkehr zu sperren. Noch nicht, mal sehen wie lange noch, denn der Zuzug in die Metropole am Pazifik ist ungebrochen.

Adventszeit + ein deutscher Weihnachtsmarkt

Seit Mitte November sind in den Geschäften in West Kanada Weihnachtsbäume und aufblasbare Santa Claus zu sehen, seit 1. Dezember wurde die weihnachtliche Dekoration vervollständigt. In den - Westküsten-Staaten der - USA ist traditionsgemäß der Tag nach Thanksgiving (immer der 4. Donnerstag im November) der Beginn der „Holiday Season“. Die Einkaufslust wird bei den Amerikanern mit dem Black Friday geschürt, das ist der Freitag nach Thanksgiving, dann purzeln die Preise und Sonderangebote ohne Ende locken die Konsumenten in die Läden.

Adventsstimmung soll in einigen Städten wie Portland und San Francisco mit Lichterparaden, Nikolaus-Umzügen und Konzerten auf öffentlichen Plätzen erzeugt werden, aber das meiste an vorweihnachtlicher ``Besinnlichkeit`` passiert doch in den Einkaufszentren. Dort sitzt Santa Claus, umringt von den grün gekleideten Elfen für`s Foto mit den lieben Kleinen (gegen Gebühr natürlich) und unermüdlich schwingen die Mitglieder der Salvation Army ihre Glöckchen, um die Passanten zum Spenden zu bewegen.

Etwas Neues tut sich seit drei Jahren in Vancouver. Ein deutscher Immigrant hat einen deutschen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt, mitten in der Stadt. Zwar umzäunt und daher nur mit Eintrittskarte zu betreten, denn hier wird Glühwein ausgeschenkt und das darf in British Columbia nur in abgetrennten Bereichen im Freien geschehen. Der Kinder wegen. Aber der Glühwein, der Rumpunsch (Feuerzangenbowle) und die Bratwürste sind der Renner, dafür stehen die Vancouverites gern und geduldig in der Schlange. Bei Trinkgeldgabe wird die Glocke geläutet, da machen sich manche Gruppen einen Spaß daraus, bei wem wohl am lautesten gebimmelt wird.  Einen Monat lang – vom 24. 11. bis 24.12. gibt es jede Menge Dekoratives, handmade in Germany, sogar Käthe Wohlfahrt hat einen großen Verkaufsraum. Hier turnt nicht dauernd ein Santa Claus herum, dafür gibt es zwei reizende Lebkuchen-Männer, die gern für Fotos zur Verfügung stehen.

http://vancouverchristmasmarket.com/

Sprachliche Vielfalt in Kanada

Neulich zeigte Rick Mercer in seiner wöchentlichen Satire-Sendung die neue Karte von Kanada: darauf war eigentlich alles westlich von Edminton mit China bezeichnet. Weit gefehlt, er hätte die Ergebnisse der letztjährigen Umfrage zu den Muttersprachen der Kanadier abwarten sollen. Selbst in Toronto, das ja nun wirklich nicht im Westen liegt, sind chinesische Dialekte mit 15% häufiger vertreten als punjabi (aus Indien) oder philippinische Sprachen wie Urdu und tamilisch. Naturgemäß sind in Vancouver/Richmond/Surrey die meisten Einwanderer aus China, Taiwan, Hongkong und Indien zu finden, per Schiff oder Flug ist die Verbindung von hier am nächsten. Aber nicht ganz vergessen werden sollte auch die Tatsache, dass ein großer Teil der chinesisch aussehenden Menschen hier schon in der 3. oder 4. Generation an der Westküste lebt: ihre Vorfahren haben am Eisenbahnbau durch Kanada mit gearbeitet und sind geblieben. Neulich im Souvenir-Shop des Sun-Yat-Sen-Gardens  erlebte ich eine typische Situation: hinter dem Tresen ein asiatisch aussehendes Mädchen, eine Gruppe chinesischer Touristen kommt herein und spricht die junge Dame auf mandarin an. Sie antwortet englisch sie spreche kein chinesisch, schließlich sei man in Kanada. Das passiert hier dauernd, keiner kann sicher sein, welche Sprache das Gegenüber beherrscht. Wenn man es auf englisch versucht, ist auch nicht immer Erfolg garantiert, denn die große chinesische Gemeinschaft hat sich hier inzwischen so gut eingerichtet, dass manche Mitglieder ganz auf die englische Sprache verzichten (können). Immerhin fast 40% der Befragten gaben an, zu Hause einen chinesischen Dialekt zu sprechen. Aber auch die deutsche Sprache hat seit der letzten Umfrage von 2006 wieder zugelegt, fast 13% mehr in ganz Kanada. 

Zeige 1 - 5 von 8 Ergebnissen.
Elemente pro Seite 5
von 2